Archiv für den Monat: November 2023

Schreiben in der magischen Zeit

Ich bin ein Mensch, der von klein an, die Magie entdeckt hat. Ich bin spirituell und das Schreiben war ursprünglich dafür gedacht, etwas mit Magie zu machen. Doch dann kam der Romanwunsch und meine Magie rückte in den Hintergrund. Nun sind wir ja in der magischen Zeit schlecht hin. Die Weihnachtszeit war für mich immer schon Magie pur.

In meinem vorherigen Beitrag Druck beim Schreiben habe ich ja schon geschrieben, dass ich irgendwie total blockiert bin. Ja, ich bin blockiert, weil ich gerade aus der „langweiligen“ Welt in die „magische“ Welt trete. Darum habe ich meinen Roman in die Winterpause geschickt. In die Zeit, wo ich noch in der Adventszeit und den Sperr- sowie Raunächten bin. Denn ich bin gerade in die Vorbereitung zu dieser Zeit getreten.

Und… ich erstelle gerade ein Mini-eBook für die Sperr- und Raunächte. Warum? Weil ich weiß, dass es viele gibt, die nach Ruhepole – gerade in der stressigen Zeit zwischen den Jahren – suchen. Diese Ruhepole finde ich immer in der „Magie“.

Ich weiß, dass sich das irgendwie esoterisch anhört, aber so sehe ich die Magie ehrlich gestanden überhaupt nicht. Magie ist überall um uns herum. Es ist etwas, wenn wir achtsam mit unserer Umgebung verschmelzen und die Eindrücke auch wirklich erleben, wir auch jederzeit sehen können. Egal wie laut, schmutzig und stressig es gerade ist, es ist wichtig, dass jeder da eine Ruheinsel findet, die rein und fein ist. Dazu können diese Sperr- und Raunächte. Es sind uralte Mythen, die nun auf die heutige Zeit umgewandelt wurden.

Seid gespannt, was euch in den nächsten Wochen hier begegnet. Denn die magische Zeit bietet viel Raum, um eine tolle Geschichte drumherum zu wickeln. Lass dich verzaubern 🧙‍♀️, und wer weiß, vielleicht findest du hier Inspiration für deinen eigenen Roman 😜

Druck beim Schreiben

In meinem Beitrag von NaNoWriMo habe ich euch ja mitgeteilt, dass ich mich beim NaNoWriMo 2023 angemeldet habe.

Aber seitdem klappt es bei mir nur schleppend. Mein kreativer Geist ist im Winterschlaf und der innere Kritiker besonders zickig. Doch immerhin habe ich 1.834 Wörter geschrieben und dann leider seit dem 7. November so etwas wie eine Schreibblockade.

Mich nerven diese unzähligen E-Mails vom NaNoWriMo und bin derart demotiviert von dem Druck, den ich spüre, wenn ich auf mein Profil gehe. Ich funktioniere mit Druck einfach nicht. Es nimmt mir den Spaß, unbedingt jeden Tag so und so viel Wörter zu schreiben.

So ticke ich nicht. Außerdem ist das Schreiben eben nicht die Priorität 1 bei mir. Da ist die Examensvorbereitung, die mich rotieren lässt. Nebenbei muss ich noch Geld verdienen und im Privatleben hat sich leider auch etwas ereignet. Daneben noch Schreiben – und zwar unter Druck, weil NaNoWriMo… Tja, das Schreiben hat verloren.

Darum ringe ich hier gerade – bar jeder Idee – darum, welchen Input ich euch Besucher meiner Website geben kann. Die Muse hat Urlaub und ich habe Stress. Zum Schreiben komme ich gerade nicht.

Doch da ist die Erkenntnis von letzter Woche: NaNoWriMo demotiviert mich, stresst mich und blockiert mich.

Also hier ein winziger Mehrwert für euch: Ihr müsst als neue Autoren nicht unbedingt beim NaNoWriMo mitmachen, nur weil andere es tun. Schaut, ob ihr damit klarkommt und dann trefft eine selbstsichere Entscheidung. Auch das Abmelden von NaNoWriMo ist KEIN Scheitern, sondern eine neue Erfahrung über einen Selbst und das klare Ziehen der Konsequenzen dieser Erkenntnis.

Bei mir hat es im Oktober toll geklappt, ich hatte eine kleine Mini-Schreibroutine und kam in Trippelschrittchen vorwärts. Erst mit dem Druck des NaNoWriMo, der möglicherweise auch nur in meinem Kopf entstanden ist, klappt es gar nicht. Folglich melde ich mich dort ab. Es passt einfach nicht und ich möchte nicht etwas machen, nur weil so viele andere es machen.

Wie ist es bei euch? Habt ihr mal NaNoWriMo ausprobiert? Hat es euch gepuscht oder habt ihr eine ähnliche Erfahrung wie ich gemacht?

Schreibzeit

Ich habe eine Schreibzeit. Also genau genommen ist es eine Zeit, in der ich mich um mein Buchprojekt kümmere.

Schreibzeit bedeutet damit nicht die Zeit zum Schreiben, sondern die Zeit für meinen Roman. So gehört in diese Zeit alles, was eine schreibende Person tun muss, um einen Roman zu schreiben, der dann optimalerweise auch veröffentlicht wird.

Ich habe also in meinem Wochenplan immer auch einen Zeitblock, in dem ich nichts tue, was nicht mit meinem Roman zu tun hat (sieh auch mal bei Der Alltag und Schreiben vorbei). In meine Schreibzeit gehört:

  • Ideenfindung
  • Recherche
  • Figurenentwicklung
  • Orte entwerfen
  • Plotten
  • Arbeiten mit Szenen
  • Lernen des Handwerkszeugs
  • Schreiben der Story
  • Überarbeiten
  • Reflektieren meiner Arbeitsprozesse.

Ein*e große*r Autor*in, bei denen das Romane schreiben ein „Brotjob“ ist, der hat natürlich ganz andere Zeitblöcke zur Verfügung und können zum Teil gut parallel verschiedene Arbeitsschritte einplanen. Debütanten (wie ich) und Schreibende mit einem richtigen „Brotjob“ sollten sich davon aber nicht beeindrucken lassen. Darum heißt mein Zeitblock einfach „Schreibzeit“ und die To-Do-Liste zeigt mir dann, was gerade in ebendieser zu erledigen ist.

Ich habe auch ein kleines Ritual eröffnet, das mich durch die Schreibzeit führt (siehe auch Schreiben als Routine?). Ich öffne meine Dateien. Lege mir weiße DinA4 Blätter zurecht und dann mache ich mir eine besondere Playlist an. Und los geht’s. Optimalerweise nutze ich gerne das Co-Writing von der Romanwerkstatt (siehe auch den Beitrag von Die Romanwerkstatt).

Da können auch kleine Schreibzeiten von nur 30 Minuten oder auch 1x eine Schreibzeit von 90 Minuten unwahrscheinlich viel bewirken.

Was habt ihr so für Tricks und Tipps ins Schreiben zu kommen? Schreibt es ruhig in die Kommentare und helft vielleicht auch andere, die noch überlegen, ob das Schreiben überhaupt zu ihnen passt.